Unser Rhein - mehr als Wasser

Zwischenbericht

Stand: November 2003

 

 

Teilnehmende Schulen

Bisher haben sich 75 Schulen zu der Projektinitiative angemeldet. Sie sind geographisch wie folgt gegliedert:

 

Deutschland:   58 Schulen (davon 46 GLOBE)

Frankreich:      1 Schule

Liechtenstein: 1 Schule (GLOBE)

Luxembourg:   5 Schulen

Niederlande:    1 Schule

·sterreich:      5 Schulen (davon 1 GLOBE)

Schweiz:        5 Schulen (davon 3 GLOBE)

 

Die deutschen Schulen sind vom Schultyp her Grundschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufsschulen.

 

Gemeinsame Projekte

Die gemeinsamen Messtage zur Wasseruntersuchung (24. MÉrz 2003 und 24. September 2003) werden positiv aufgenommen. Am 24. MÉrz fÄhrten 36 Schulen an 49 Messstellen Wasseruntersuchungen durch, davon haben bisher 33 Schulen ihre Ergebnisse Äbermittelt. Alle Schulen bestimmten die Temperatur und den pH-Wert, der Äberwiegende Teil der Schulen bestimmte zusÉtzlich die LeitfÉhigkeit. Die Schulen sind geographisch wie folgt gegliedert:

Deutschland:   26 Schulen (davon 20 GLOBE)

Frankreich:      1 Schule

Liechtenstein: 1 Schule (GLOBE)

Luxembourg:   3 Schulen

·sterreich:      3 Schulen (davon 0 GLOBE)

Schweiz:        2 Schulen (davon 3 GLOBE)

 

Im MÉrz 2003 hatten 15 der derzeit gemeldeten Schulen noch nicht an der Projektinitiative teilgenommen. Somit haben ca. 50% der damals gemeldeten Schulen an dem Messtag teilgenommen. Unter BerÄcksichtigung der Vorgabe, dass nur an diesem Tag gemessene Ergebnisse akzeptiert wurden, ist die Zahl der teilnehmenden Schulen beachtlich. Die Ergebnisse fÄr den Messtag im September laufen derzeit noch ein, eine Auswertung ist daher noch nicht mûglich.

Weitere Projekte sind in Vorbereitung (siehe ‹Perspektivenñ).

 

Schulprojekte

Die von Schulen in die Projektinitiative eingebrachten Projekte sind Äberwiegend im Themenbereich ·kologie angesiedelt. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind bisher an drei Schulen Projekte auf Grund der Teilnahme der Schule an der Projektinitiative ‹Unser Rhein Ü mehr als Wasserñ initiiert worden. Ob bestehende Projekte durch die Teilnahme an der Projektinitiative UnterstÄtzung finden bedarf der KlÉrung. Die gemeinsamen Messtage wurden von einigen Schulen zur DurchfÄhrung kleiner Projekte genutzt.

 

Kooperationen von Schulen

Im Zusammenhang mit dem Rheinprojekt hat sich ein Netzwerk von 5 GLOBE-Schulen im Wassereinzugsgebiet der Wupper gebildet. Diese Schulen haben eine gegenseitige UnterstÄtzung bei ihren GLOBE-AktivitÉten vereinbart. Weitere gemeinsame AktivitÉten bleiben abzuwarten. Die Planung eines weiteren Netzwerkes im Bereich der Emscher verlief zeitgleich mit der Etablierung der Projektinitiative ‹Unser Rhein Ü mehr als Wasserñ, wurde aber nicht unmittelbar durch diese Projektinitiative initiiert.

 

Partner

Partner bei der Organisation der Projektinitiative in ihren jeweiligen HerkunftslÉndern sind folgende Organisationen und Behûrden:

BLK-Modellversuch NRW "Agenda 21 in der Schule: GLOBE"
Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien
GLOBE-GERMANY
GLOBE Liechtenstein
GLOBE Luxembourg
GLOBE NEDERLAND
GLOBE ·sterreich
GLOBE Schweiz
HessNet, Hessen
Hessisches Landesinstitut fÄr PÉdagogik HeLP
PROTAGORA Frankreich
Rhine River Project 2000
Schulamt des FÄrstentums Liechtenstein

Als weiterer Partner unterstÄtzt der VDG die Projektinitiative. Die wissenschaftliche Betreuung hat im Bereich Hydrologie Herr Professor MÄller, UniversitÉt Freiburg, Äbernommen.

 

Relevanz der Projektinitiative fÄr GLOBE-Germany

Positive Effekte fÄr das GLOBE-Germany Programm ergeben sich besonders in fÄnf Bereichen:

a)    Nicht zum GLOBE-Netzwerk gehûrende Schulen werden mit dem Programm vertraut gemacht

b)    GLOBE-Schulen erhalten ein attraktives Angebot

c)    Ausstrahlung auf weitere GLOBE-Initiativen

d)    Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit auf Ebene der Schulen und auf Ebene der Organisatoren

e)    Kontakte zu UniversitÉten und Behûrden ergeben sich aus der Arbeit des Netzwerkes

 

Zu a)

7 Schulen sind Äber die Projektinitiative zum GLOBE-Netzwerk gesto¤en, 5 weitere Schulen haben ihr starkes Interesse an einer Teilnahme bekundet und warten auf einen geeigneten Termin fÄr ein Teachertraining.

 

Zu b)

Neue GLOBE-Schulen sehen in der Teilnahme an der Projektinitiative eine Mûglichkeit eines einfachen Einstiegs in das GLOBE-Programm ohne regelmɤige Messungen durchzufÄhren, wobei die AttraktivitÉt besonders der gemeinsamen Messtage sehr hoch eingeschÉtzt wird. Dieses gilt ebenso fÄr einige GLOBE-Schulen, die bisher noch keine Messungen im GLOBE-Programm oder zumindest nicht im Bereich Hydrologie durchgefÄhrt haben.

Die Projektinitiative ist offenbar auch fÄr Schulen interessant, die im GLOBE-Programm sehr aktiv sind. Vier der Schulen, die auf der GLOBE-Tagung Bad Hersfeld 2003 VortrÉge beisteuerten, sind auch in der Projektinitiative beteiligt. Zwei dieser Schulen sind Äber das Rheinprojekt zu GLOBE-Germany gesto¤en. Die beiden in Kroatien vertretenen deutschen GLOBE-Schulen nehmen beide auch am Rheinprojekt teil.

Daneben hat die Projektinitiative eine hohe AttraktivitÉt fÄr Schulen, die in anderen Netzwerken bereits aktiv sind. Zwei der insgesamt drei Schulen, die beim 5. EuropÉischen Jugend-Wasserparlament in GraubÄnden 2003 das Rheineinzugsgebiet vertreten haben, sind der Projektinitiative beigetreten (die dritte Schule war bereits Mitglied der Projektinitiative).

 

Zu c)

Die in der Projektinitiative entwickelten Konzepte, Organisationsformen und Materialien unterstÄtzen weitere GLOBE-Wassernetzwerke. Dies ist zur Zeit bei der Entstehung eines Wesernetzwerkes der Fall.

 

Zu d)

Die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ist ein wesentlicher Aspekt des GLOBE-Programms. Auf Ebene der Schulen werden AnsÉtze einer solchen Zusammenarbeit durch gemeinsame Projekte verwirklicht. Auf Ebene der GLOBE-Germany Organisation haben sich Kontakte zu GLOBE-Organisationen in den PartnerlÉndern, zu Schulbehûrden und zu deutschen wie europÉischen Organisationen und Netzwerken ergeben, die im Themenfeld Wasser aktiv sind (u.a. Schulen fÄr einen lebendigen Neckar, VDG, SEE, ERN). Die Projektinitiative bietet die Mûglichkeit, die Entwicklung des GLOBE-Programms nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen teilnehmenden Staaten zu unterstÄtzen.

 

Zu e)

Im Zuge des Rheinprojektes ergaben sich bisher Kontakte zu Mitarbeitern der UniversitÉten Kûln und Freiburg. Professor MÄller , UniversitÉt Freiburg, hat sich bereit erklÉrt, die Projektinitiative im Bereich Hydrologie wissenschaftlich zu betreuen. GesprÉche mit weiteren Partnern zur wissenschaftlichen Betreuung in anderen Teilbereichen laufen derzeit oder sind in Vorbereitung. Die BfG hat die Projektinitiative durch das Bereitstellen von Kartenmaterial erheblich unterstÄtzt.

 

Die Projektinitiative ‹Unser Rhein Ü mehr als Wasserñ kann sich somit zunehmend zu einem Modell zur Verwirklichung mûglichst vieler Facetten des GLOBE-Germany Programms hinsichtlich Wissenschaftlichkeit, Kooperation, Internetnutzung und Bildung fÄr Nachhaltigkeit entwickeln.

 

Schulische und wissenschaftliche Bedeutung der Projektinitiative

Durch das Festlegen gemeinsamer Messtage, d.h. durch das gemeinsame Bestimmen von Wasserparametern im gesamten Einzugsgebiet des Rheins an einem Tag innerhalb eines engen Zeitrahmens von wenigen Stunden gelingt es, einen ºberblick Äber das Rheineinzugsgebiet in seiner Gesamtheit zu erlangen. Dadurch ist eine unmittelbare Verwendung der Daten im Unterricht mûglich, etwa bei der Besprechung der ·kologie von Flusssystemen. DarÄber hinaus kann die Projektinitiative auf Grund der gemeinsamen Messtage wissenschaftlich verwertbare Daten zur ·kologie gro¤er Flussgebiete liefern. Bei diesen Messtage dÄrfte es sich weltweit um eine der wenigen Ü wenn nicht die einzige ÜInitiative zur regelmɤigen hydrologischen Untersuchung eines Flusssystems an einem Tag handeln.

 

Veranstaltungen

Schulen der Projektinitiative nahmen am GLOBE SchÄlerkongress 2003 in Kûln und am 5. Jugendwasserparlament teil. Eine PrÉsentation der Projektinitiative erfolgte im Umweltinformationszentrum des Landes NRW und der Stadt DÄsseldorf in DÄsseldorf. Weitere PrÉsentationen sind in Planung

 

 

Perspektiven

FÄr 2004 ist neben der WeiterfÄhrung der Messtage als ein weiteres Gemeinschaftsprojekt das Erstellen einer Bildersammlung mit Bildern des Rheins und seiner NebenflÄsse von der Quelle bis zur MÄndung vorgesehen. Daneben soll die PrÉsentation der Projekte der Schulen intensiviert und ein erster Grundstock an Arbeitsmaterialien zum Projekt erstellt werden.

 

Verûffentlichungen

Zwei Verûffentlichungen in der Zeitschrift ‹21ñ, wird noch ergÉnzt

 

Dr. Heribert Kock,

GLOBE Germany Programm,

Koordinator Rheinprojekt ‹Unser Rhein Ü mehr als Wasserñ

DLR Kûln-Porz

Heribert.Kock@dlr.de